Samstag, 5. August 2017

Einladung zur 11. Historik Mobil und Besichtigung des Ausbildungsbahnhofs Zittau Süd

Vom Freitag, den 4. August bis Sonntag, den 6. August findet die 11. Historik Mobil, veranstaltet durch die SOEG mbH, entlang der Eisenbahnstrecke Zittau - Oybin/Jonsdorf statt.




Auch in diesem Jahr beteiligt sich das Fachgebiet LST unserer Hochschule an diesem Event im Bereich Ausbildungsbahnhof Zittau Süd.



So wird das Stellwerksgebäude für Interessierte am Samstag, sowie am Sonntag von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet haben. Der betriebliche Ablauf zur Durchführung aller durch den Bahnhof verkehrenden Zugfahrten wird originalgetreu nachgestellt. Besucher dürfen auch selbst Hand anlegen.



Auch in diesem Jahr gibt es wieder einige neue Dinge zu entdecken: So kann nun das Formsignal A vom Stellwerk aus auf Fahrt gestellt werden. Außerdem wird das neu eingerichtete Museum mit dem Schwerpunkt zu Gegenständen aus dem Signalwesen und dem Eisenbahn-Betriebsdienst im ehemaligen Warteraum eröffnet.



Für Sammler dürfte wieder der Verkauf von historischen Gegenständen der Eisenbahn und entsprechender Fach-Literatur von Bedeutung sein. Hierfür steht wieder ein Angebot von den Kollegen des DIE-Archivs zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch zur 11. Historik Mobil.

Freitag, 4. August 2017

Laborversuch Schlüsselabhängigkeit einsatzbereit

Die beiden Modulplatten zu elektrischen Schlüsselsperren (wir berichteten am 07. Juli 2017) wurden nun zu einem Laborversuch Schlüsselabhängigkeit erweitert.

Skizze vom geplanten Versuchsaufbau


Hierzu wurde ein Grundträger erbaut, welcher an einem Ende ein Hebelbankschloss mit zwei Schließeinrichtungen aufnimmt. Des Weiteren sind am anderen Ende des Grundträgers zwei Riegelhandschlösser montiert. Zwischen beiden sicherungstechnischen Einrichtungen finden in einem Modulsteckrahmen die beiden Modulplatten der elektrischen Schlüsselsperren sowie eine Stromversorgung ihren Platz.

Aufbau der Stahlkonstruktion
Probebestückung mit den Modulplatten


Durch die Einrichtung kann die Sicherung einer Weiche in beiden Endlagen, und die sichere  Übertragung der Lageinformation auf eine Fahrstraßenschubstange gezeigt werden.

Fertiger Versuchsstand
Fertiger Versuchsstand

Für die Sicherung und Übertragung der Plus-Lage kann der Schlüssel eines Riegelhandschlosses direkt mit einem Schloss am Hebelbankschloss in Verbindung gebracht werden. Zur Sicherung und Übertragung der Minus-Lage muss der Schlüssel nicht von der Weiche bis ins Stellwerk gebracht werden. Hier sind die beiden Schlüsselsperren - eine in der Nähe der Weiche, die andere in der Nähe der Hebelbank - in die Sicherheitslogik eingebunden.

Der Laborversuch integriert sich gut in unser Labor
der Leit- und Sicherungstechnik


Diese Art der Sicherung von Weichen wird seit langer Zeit angewendet. Sie bietet sich für die anschauliche didaktische Aufbereitung des Themas sehr gut an. Auch in modernen Stellwerken findet der Prozess der Weichensicherung analog statt, allerdings kommen andere technische Verarbeitungs- und Übertragungswege zur Anwendung.


Wir danken der Fa. Stahl- und Metallbau Pratsch aus Großschönau für die ausgezeichnete Unterstützung bei der Verwirklichung unserer Idee.

Donnerstag, 27. Juli 2017

Optimierung der Whiteboard-Tafeln für die Nutzung zur Lehre von Planunterlagen

Nachdem die Whiteboard-Tafeln im Seminarraum bereits positiv zur Lehre von Planunterlagen verwendet werden konnten (siehe unseren WebLog-Eintrag vom 24.12.2016), wurde die didaktische Anwendung der Tafeln nun auf den speziellen Anwendungsfall hin optimiert.

Tefel mit Foliendruck "Schematischer Lageplan"


Bis zuletzt wurden einige grundsätzliche grafische Elemente, die von Beginn an dargestellt sein sollten, mit einem unlöslichen Permanent-Stift einmalig fest aufgetragen. So zum Beispiel die Gleisachse im schematischen Lageplan. Beim wegwischen der durch die Studierenden mit Non-Permanent-Stiften eingezeichneten Elemente, sollten die permanent eingezeichneten Elemente vorhanden bleiben.

Tafel mit Foliendruck "Verschlussplan"

Leider haben sich diejenigen Eintragungen, die mit unlöslichen Permanent-Stift vorgenommen wurden, mit der Zeit ebenfalls gelöst.

Daher wurden nach erfolgreichem Praxistest die beiden Tafeln mit dem schematischen Lageplan und dem Verschlussplan des Bf Zittau Süd nun mit einer Folie ganzflächig bedruckt.

Alle Nutzungsfunktionen bleiben nach wie vor erhalten.

Wir danken der Fa. Hahmann & Zimmermann für die fachgerechte Ausführung.

Labormodell Signallaterne einsatzbereit

Um den Aufbau und die Wirkungsweise einer Signallaterne für die Anwendung auf Eisenbahnstrecken in Deutschland zu demonstrieren, wurde ein entsprechendes Labormodell aufgebaut.

Labormodell Signaloptik
Vorderseitige Ansicht mit rollbarem Tisch
Labormodell Signaloptik
Rückseitige Ansicht mit Tag- / Nachtumschaltung


Das Modell erlaubt den Betrieb der Signallaterne über Tag- oder Nachtspannung.
Hierfür wird auf der Primärseite des Signaltrafos über einen Schalter wahlweise eine Spannung von 180 V oder 108 V aufgeschaltet.

Blick in den stark gebündelten Streubereich
 
Blick von außerhalb des Streubereiches.
Sichtbar ist die Wirkung des Tiefenstreusektors


Die Spannung auf der Primär-  und der Sekundärseite des Trafos kann jeweils mit einem Multimeter gemessen werden.


An dem Modell werden die Unterschiede zu einem Lichtzeichen deutlich, wie es an einer gewöhnlichen Straßenverkehrsampel verwendet wird.

Fernsprechkasten als "Signalfernsprecher" gekennzeichnet

Der Fernsprechkasten vor dem Form-Hauptsignal A wurde mit dem Schild "Signalfernsprecher" gekennzeichnet.


Nach dem Auslegen von Befehlsblöcken kann man nun von dort aus Befehle diktieren.

Das Form-Einfahrsignal A besitzt ein Ersatzsignal. Gewöhnlich wurde in diesem Anwendungsfall auf einen Signalfernsprecher verzichtet, da für den Behelfsbetrieb das Ersatzsignal geschaltet werden konnte.

Aus didaktischen Gründen möchten wir aber beide Wege für den Behelfsbetrieb durchführen können.

In Kürze wird auch ein Bezeichnungsschild am Fernsprechkasten vor dem Licht-Einfahrsignal F aus Ri. Zittau-Vorstadt angebracht.

Dienstag, 25. Juli 2017

Ausstellungs- und Museumsraum im Ausbildungsbahnhof neu eingerichtet

Nach dem Beginn unserer Nutzung des Stellwerkes Zittau Süd zu Lehrzwecken im Jahre 2014 konnten in der Folge weitere Räumlichkeiten im Bahnhofsgebäude bezogen werden.

So steht seit geraumer Zeit neben dem Fahrdienstleiter-Raum und dem Fahrkartenschalter der ehemalige Warteraum und ein Lagerraum zu unserer Nutzung zur Verfügung.

Hierdurch konnte der Warteraum bereits provisorisch zur Ausstellung diverser Gegenstände der Eisenbahnsicherungs- und Betriebstechnik genutzt werden. Allerdings haben sich die zahlreichen Ausstellungsstücke bislang auf alle Räume verteilt gehabt.

Unser neues Nutzungskonzept sieht es vor, den Fahrdienstleiterraum so weit als möglich in seiner historischen Gestalt wiederherzustellen und die Ausstellung in konzentrierter Form auf den Warteraum zu begrenzen. Für diesen Zweck wurde der Warteraum mit Regalen ausgerüstet und in einer der damaligen Zeit passenden Farbgebung für Bahngebäude gestaltet.

Am 21.07.2017 konnten die (teils historischen) Ausstellungsstücke in den ehemaligen Warteraum eingeräumt werden. Die Ausstellung soll stetig ergänzt werden.



 Wir danken allen Helfern bei der Gestaltung der Räumlichkeit und bei der Einrichtung der Ausstellung. Besonderer Dank gilt
  • Herrn Thomas Dießner (DIE-Archiv)
  • Herrn Heiko Firle (Interessenverband Zittauer Schmalspurbahnen e.V.)
  • Herrn Peter Israel und Frau Bärbel Philipp
  • Herrn Martin Jarisch (Eisenbahnfreunde Eberswalde)
  • Den Kollegen der SOEG mbH

Donnerstag, 20. Juli 2017

Gegengewicht für den Signalflügel am Formsignal angebracht

Im Rahmen unserer Lehrveranstaltung soll auch am Formsignal A eine Drahtrissprobe demonstrieren werden, wie dies bereits an den Weichenantrieben 4 und 14 möglich ist. Damit dabei allerdings das Lager des Signalflügels nicht zu stark belastet wird, musste noch ein Gegengewicht für den Flügel angebracht werden.

Ein passendes
Gegengewicht wurde nun neu aufgearbeitet und angebracht. Es sorgt dafür, dass das Gewicht des Signalflügels ausgeglichen wird und das Lager desselben nicht unnötig stark belastet wird. Besonders hoch sind diese Belastungen beim aprupten auf Halt stellen des Flügels, so wie es etwa bei einer Drahtrissprobe vorkommt.


Die Funktionsfähigkeit und Zuverlässigkeit wurde anschließend getestet, somit sind nun auch Drahtrissproben im Rahmen der Lehrveranstaltungen am Originalbeispiel möglich. Dabei wurde festgestellt, dass alle Verbindungen in der Signaldrahtzugleitung den Belastungen standhalten und das Signal ordnungsgemäß in die Halt-Lage gebracht wird.